Nahaufnahme eines erwachsenen Papierfischchen auf einem dunklen Untergrund

Die besten Methoden, um Papierfische loszuwerden

Author: Frank Rauer

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Lesedauer: 6 min

Papierfischchen sind kleine Insekten, die sich in Papier und Karton verstecken. Sie kommen oft durch Pakete oder Umzugskartons in unsere Häuser.

Dort können sie schnell zu einer Plage werden.

Um sie loszuwerden, muss man ihre Lebensweise kennen. Dann kann man gezielte Schritte unternehmen.

Nahaufnahme eines ausgewachsenen Papierfischchens
Nachaufnahme von einem Papierfischchen I © 2Dvisualize | stock.adobe.com

Papierfische mögen trockene Orte. Sie verstecken sich in Verpackungsmaterial. Besonders in der Weihnachtszeit, wenn viele Pakete kommen, ist das Risiko groß.

Sie können Schäden an Büchern und Fotoalben verursachen.

Um sie fernzuhalten, öffnet man Pakete draußen. So sieht man sie, bevor sie ins Haus kommen. Staubsaugen und Abdichten von Ritzen helfen auch.

Vektor Illustration eines Büros welche zeigt wo sich Papierfischchen gerne aufhalten (Bücher, Kartons, Ordner)
Orte an denen sich Papierfischchen gerne aufhalten
Frank Rauer, Gründer von Gerobug und Schädlingsbekämpfer

EXPERTEN-TIPP VON FRANK:

Gerade in der Weihnachtszeit schleppen wir mit Paketen und Kartons oft unbemerkt Papierfischchen ins Haus.

Mein Tipp: Öffne Pakete draußen oder auf einem hellen Boden – dann siehst du die kleinen Plagegeister sofort und kannst reagieren, bevor sie sich einnisten!

Wenn sie schon da sind, helfen natürliche Mittel wie Lavendel. Oder man nutzt spezielle Fallen.

Bei hartnäckigen Fällen kann ein Profi nötig sein.

Wichtige Erkenntnisse:

Papierfischen gelangen oft durch Pakete und Umzugskartons in Wohnungen

Sie bevorzugen trockene Umgebungen und verstecken sich in Zwischenräumen

Pakete sollten vor der Haustür oder auf hellen Flächen geöffnet werden

Regelmäßiges Staubsaugen und Abdichten von Ritzen beugt Befall vor

Natürliche Hausmittel, Fallen und Köder helfen bei der Bekämpfung

In hartnäckigen Fällen ist ein professioneller Schädlingsbekämpfer nötig

3 Effektive Maßnahmen zur Bekämpfung von Papierfischen

Es gibt viele Wege, Papierfischchen loszuwerden.

Man kann natürliche Mittel, Fallen oder Insektizide nutzen.

Wichtig ist, die beste Methode für die Situation zu finden.

1. Natürliche Hausmittel wie Lavendel und Backpulver einsetzen

Zwei Glasbehälter mit Holzdeckel gefüllt mit Backpulver und Zucker und eine Flasche ätherisches Lavendelöl auf einer Kücheninsel stehend

Lavendel oder Backpulver sind gute natürliche Mittel. Lavendel stört die Insekten, sodass sie weggehen. Man kann Lavendelöl auf Watte auftragen und an den Stellen platzieren.

Backpulver und Zucker können auch helfen. Die Mischung lockt die Insekten an und trocknet sie aus.

Aber Vorsicht, es ist umstritten. Eine bessere Option ist Kieselgur-Pulver, das Feuchtigkeit aufnimmt. Es trocknet die äußere Schicht der Papierfischchen aus und lässt sie dadurch sterben.

Eine offene weiße Plastikdose gefüllt mit Kieselgur steht auf einer Kücheninsel, ein Löffel mit Kieselgur liegt vor der Dose
Frank Rauer, Gründer von Gerobug und Schädlingsbekämpfer

EXPERTEN-TIPP VON FRANK:

Vergiss nicht: Lavendel allein vertreibt keine Papierfischchen, sondern hält sie nur fern.

 Wenn du schon welche hast, brauchst du eine Kombination aus Hausmitteln und mechanischen Methoden.

Mein Favorit? Erst mit Lavendel absichern – und dann mit Klebefallen überwachen, ob noch welche unterwegs sind!

2. Professionelle Fallen und Köder verwenden

Im Handel gibt es spezielle Fallen und Köder. Sie locken die Insekten mit Duft- und Geschmacksstoffen an. Köderdosen können bis zu 90% fangen.

Unsere Empfehlung zur Überwachung des Papierfischchen-Befalls

So funktioniert's:

  1. Falle zusammenstecken und aufstellen
  2. Papierfischchen fangen
  3. Falle entsorgen & austauschen
Frank Rauer, Gründer von Gerobug und Schädlingsbekämpfer

EXPERTEN-TIPP VON FRANK:

Viele denken, Köderdosen sind nutzlos, weil sie nicht sofort wirken.

Geduld ist hier der Schlüssel! Papierfischchen brauchen Zeit, um die Köder anzunehmen – also nicht ständig umstellen!

Am besten an warmen, dunklen Stellen platzieren und ein paar Wochen durchziehen lassen.

3. Einsatz von Insektiziden als letzte Option

Hand mit Sprühflasche die einen Papierfisch an sprüht der von der Flasche weg krabbelt

Wenn natürliche Mittel und Fallen nicht helfen, kann man Insektizide verwenden. 

Aber Vorsicht, sie können Menschen und Tiere schädigen. Am besten an den Befallsorten einsetzen und Kontakt vermeiden. Lüften ist auch wichtig! 

Insektizide kosten ab ca. 18 €.

Bei der Bekämpfung von Papierfischen muss man konsequent und geduldig sein. 

Oft braucht man eine Kombination verschiedener Methoden. Mit der richtigen Strategie findet man eine Lösung.

Unsere Empfehlung bei einem Papierfischchenbefall

So funktioniert's:

  • Silberfischspray schütteln & Ritzen, Böden und Ecken besprühen.
  • Gut lüften und trocknen lassen.
  • Sofort bis zu 3 Monate Langzeitschutz!

Ursachen und Lebensweise von Papierfischen verstehen

Um Papierfischchen zu bekämpfen, muss man ihre Lebensweise kennen. So weiß man, wie man sie effektiv loswerden kann.

Nahaufnahme eines Papierfischchens auf Papier Dokumenten durch eine Lupe vergrößert

Wie Papierfische in Wohnräume gelangen

Papierfischchen kommen oft durch kleine Ritzen in unsere Wohnungen. Sie nutzen verschiedene Wege, um hineinzukommen:

  • Durch Pakete und Kartons:
    Im letzten Jahr wurden 4,18 Milliarden Pakete verschickt. Das hilft den Schädlingen, sich zu verbreiten.

  • Über Neubauten:
    Bei Neubauten sind Papierfischchen oft häufig. Das liegt an Gipskartonwänden mit Hohlräumen.

  • Durch gut isolierte Raumklimata:
    Diese Bedingungen fördern die Vermehrung der Papierfischchen.

Papierfischchen mögen feuchte, dunkle Orte mit Nahrung wie Papier. Sie sind nachtaktiv und bevorzugen Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad Celsius.

Ein Befall kann auf zu hohe Luftfeuchtigkeit hinweisen. Es könnte sogar ein Schimmelproblem sein.

Unterschiede zwischen Papierfischen und Silberfischen erkennen

Papierfischchen und Silberfischchen werden oft verwechselt.

Aber es gibt große Unterschiede:

Draufsicht eines Papierfischchens und eines Silberfischchens
Links: Papierfischchen, Rechts: Silberfischchen

Papierfischchen

  • Größer als Silberfische
  • Längere Schwanzanhänge
  • Heller, braun
  • Bevorzugt feuchtere Orte

Silberfischchen

  • Kleiner als Papierfischchen
  • Kürzere Schwanzanhänge
  • Dunkler, silbrig glänzend
  • Weniger abhängig von Feuchtigkeit

Es ist wichtig, die Insekten richtig zu identifizieren. Bei starkem Befall sollte man einen Profi rufen. So kann man die Papierfischchen effektiv bekämpfen.

Frank Rauer, Gründer von Gerobug und Schädlingsbekämpfer

EXPERTEN-TIPP VON FRANK:

Viele verwechseln Papierfischchen mit Silberfischchen und wundern sich, warum ihre Maßnahmen nicht helfen.

Der Unterschied? Silberfischchen stehen auf Feuchtigkeit, Papierfischchen auf trockene Wärme. Also erst richtig bestimmen, dann bekämpfen!

Papierfische loswerden durch vorbeugende Maßnahmen

Office Setup mit einem Tisch, Stuhl, Computer, einem Wandregal , ein paar Pflanzen und einem Sessel

Um Papierfischchen loszuwerden, sind vorbeugende Maßnahmen wichtig. Es ist wichtig, die Lebensbedingungen der Insekten zu kennen und zu ändern. So kann man den Befall kontrollieren und verhindern.

1. Feuchtigkeit in Räumen reduzieren

Frau während sie dabei ist ein Fenster zu öffnen
Nachaufnahme von einem Papierfischchen I © Pixel-Shot | stock.adobe.com

Papierfischchen mögen feuchte Luft und warme Temperaturen. Um ihnen das zu nehmen, sollte man die Luftfeuchtigkeit in Räumen senken. Lüften und den Einsatz eines Luftentfeuchters helfen dabei.

Bei 17 bis 19 Grad Celsius sind Papierfischchen weniger aktiv. Das ist gut für den Schlaf.

Frank Rauer, Gründer von Gerobug und Schädlingsbekämpfer

EXPERTEN-TIPP VON FRANK:

Papierfischchen fühlen sich bei über 50 % Luftfeuchtigkeit wohl.

Mein Tipp: Hol dir ein Hygrometer! So siehst du genau, wann du lüften oder den Luftentfeuchter anschalten solltest.

Bei 17–19°C und unter 45 % Luftfeuchtigkeit haben die Biester kaum eine Chance!

2. Regelmäßiges Lüften und Reinigen von Wohn- und Arbeitsräumen

Hände mit Gummi-Handschuhen wischen einen Holztisch ab mit Hilfe eines Lappens und Reinigungsspray

Regelmäßiges Reinigen ist wichtig, um Papierfischchen die Nahrung zu entziehen. 

Besonders in Ecken und Spalten sollte man sauber machen. Altpapier und Kartons sollten nicht zu viel sein.

Neubauten sind oft anfällig für Papierfischchen. Sie bieten ein gutes Mikroklima für die Insekten.

3. Versteckmöglichkeiten beseitigen und Zugänge versperren

Hände eines Mannes mit Spachteln wie sie einen Riss in der Wand mit Spachtel Masse versiegeln

Papierfischchen sind dunkle Ecken lieb. Um ihnen das zu nehmen, sollte man Risse und Spalten versiegeln. Türen und Fenster abdichten hilft, den Befall zu reduzieren.

Klebefallen in dunklen Ecken können helfen, die Population zu überwachen. So muss man nicht auf Chemie zurückgreifen.

Die Kombination aus vorbeugenden Maßnahmen und gezielter Bekämpfung ist der Schlüssel, um Papierfischchen dauerhaft loszuwerden.

Mit Geduld und Konsequenz lässt sich der Befall in den Griff bekommen und zukünftig vermeiden.

Frank Rauer, Gründer von Gerobug und Schädlingsbekämpfer

EXPERTEN-TIPP VON FRANK:

Wer Papierfischchen dauerhaft loswerden will, braucht Geduld und eine clevere Strategie . Erst Verstecke finden und beseitigen , dann mit Fallen und Ködern überwachen . Wer nur ein Mittel ausprobiert, wird nicht weit kommen!

Fazit: So bekämpfen und beseitigen Sie Silberfische effektiv

Um Papierfische loszuwerden, braucht man einen umfassenden Plan. Natürliche Mittel wie Lavendel und Backpulver sind eine gute Anfangsmaßnahme. Lavendel schreckt die Insekten ab, Backpulver und Zucker locken und töten sie.

Selbstgemachte Klebefallen aus Backpapier mit Sirup oder Honig fangen Papierfische . Auch feuchte Zeitungen können helfen. Für schwierige Fälle sind professionelle Fallen und Köderdosen nützlich. Diese nutzen süße Gerüche, um Papierfische anzulocken.

Chemische Insektizide sind eine Option, aber vorsichtig sein. Es ist wichtig, die Ursachen für den Befall zu kennen und vorzubeugen.

Papierfische mögen warme, feuchte Orte ab 22 Grad und 50 Prozent Luftfeuchtigkeit. Lüften, Entfernen von Schimmel und gründliche Reinigung schaden ihren Lebensbedingungen. Abdichten von Ritzen und Spalten hilft auch.

Durch die richtige Kombination aus Bekämpfung und Prävention können Sie Papierfische aus Ihrem Zuhause oder Büro vertreiben.

Häufige Fragen zu Papierfischchen (FAQ)

Wie werde ich Papierfische in meiner Wohnung los?

Um Papierfische loszuwerden, brauchen Sie einen umfassenden Plan. Nutzen Sie natürliche Mittel wie Lavendel und Backpulver. Auch professionelle Fallen und Köder sind hilfreich.

Regelmäßiges Lüften und Sauberkeit sind ebenfalls wichtig. Mit Geduld und der richtigen Strategie können Sie Papierfische aus Ihrem Zuhause vertreiben.

Sind Papierfische gefährlich für Menschen?

Papierfische sind zwar störend, aber nicht gefährlich. Sie übertragen keine Krankheiten und beißen nicht. Doch ihre Ausscheidungen können Lebensmittel und Gegenstände schmutzig machen.

Um Hygiene zu gewährleisten, sollten Sie die Insekten bekämpfen.

Woher kommen Papierfische in der Wohnung?

Papierfische kommen durch Ritzen und Spalten in die Wohnung. Sie mögen Feuchtigkeit und Nahrungsquellen wie Papier. Um sie fernzuhalten, verschließen Sie Ritzen und sorgen für ein trockenes Klima.

Was sind die Unterschiede zwischen Papierfischen und Silberfischen?

Papierfische und Silberfische sind verwandt, aber unterschiedlich. Papierfische sind kleiner und heller. Silberfische sind größer und dunkler.

Beide bevorzugen ähnliche Lebensbedingungen. Sie können mit den gleichen Methoden bekämpft werden.

Welche Hausmittel helfen gegen Papierfische?

Lavendelsäckchen oder Lavendelöl schrecken Papierfische ab. Backpulver kann auch helfen. Diese Hausmittel sind schonend, müssen aber regelmäßig erneuert werden.

Für bessere Ergebnisse kombinieren Sie sie mit anderen Methoden.